Impressum

Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V.

Eisvogelweg 24

81827 München

Geschäftsführung: Frau Alice Wolf

Kontakt und Organisation:
089 / 439 19 56

www.sozialstation-tabea.de

Verantwortlich für den Inhalt

Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V.

Eisvogelweg 24

81827 München

25 Jahre Tabea

Schirmherrin: Bezirkstagsvizepräsidentin

Friederike Steinberger

MVV - für Ihre Homepage
VRmobil

Übergabe VRmobil bei Münchner Bank eG

am 15.05.2013
Wolfgang Manhart, Abteilungsleiter Firmenkunden_Mittelstandskunden 2
Alice Wolf, Geschäftsführerin der Sozialstation Tabea
Bernhard Link, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Münchner Bank

Spende Muenchner Bank

Spendenübergabe bei Münchner Bank eG

am 04.04.2013
von links:
Udo Gebhardt, Vorstandsmitglied
Bernhard Link, stellvertretender Vorstandsvorsitzender
(und rechts dann weiter)
Wolfgang Manhart, Abteilungsleiter Firmenkunden_Mittelstandskunden 2
sowie
Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender der Münchner Bank

Spendenaufruf

Spenden

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Wir sind auf Ihre Hilfe angewiesen!

Unterstützen Sie uns durch Ihre Spende.

Die Sozialstation Tabea Senioren Hilfswerk e. V. ist eine gemeinnützige

Einrichtung und Mitglied beim Paritätischen Wohlfahrtsverband.

25 Jahre Tabea

25 Jahre Tabea

Grund und Bahandlungspflege

Wege

Begleitung

Wir begleiten Sie zu Ärzten, Behörden und wenn Sie möchten auch bei

Ihren Spaziergängen.

Grund und Bahandlungspflege

Beratung

persönliche Beratung

Wir unterstützen pflegende Angehörige durch persönliche Beratung und Anleitung.

Medikamente und Verbände bis zur Hilfe bei Bewegungs- und Gehübungen.

Wer Unterstützung benötigt, braucht auf Lebensqualität nicht zu verzichten.

Grund und Bahandlungspflege

Für ein Leben zu Hause

Schöne Aussichten in gewohnter Umgebung

Von der Kranken und Pflegebetreuung bis zur Hilfe im Haushalt und den

täglichen Verrichtungen übernimmt das Team von TABEA alles in enger Absprache

mit Ihnen, den Hausärzten und den Kranken- und Pflegekassen.

Die Arbeit unseres Mitarbeiterteams und des Trägers basiert auf folgenden gemeinsamen Wertvorstellungen:

  1. Christliches und humanes Menschenbild existieren nebeneinander.
  2. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und damit einmalig. Seine Würde ist unantastbar und von uns zu achten.
  3. Der kranke Mensch hat in seiner Notlage ein Recht auf unsere Hilfe.
  4. Das Wahrnehmen von Bedürfnissen und die Orientierung an den Ressourcen, Fähigkeiten und Stärken des Gepflegten setzen ebenso wie deren Rückgewinnung und Erhalt eine Vertrauensbasis zwischen Pflegenden und Gepflegten voraus.
  5. Die Zusammenarbeit mit Anbietern anderer medizinischer Leistungen (z.B. Krankengymnastik) optimiert die Möglichkeit, den als Ziel gesetzten Erhalt oder die Rückgewinnung von Lebensqualität zu erreichen.
  6. Im Interesse unserer Kunden legen wir großen Wert auf ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Angehörigen.
  7. Das zur Verfügung stehende Personal – Fachkräfte, Hilfskräfte und Zivildienstleistende – wird zielorientiert eingesetzt. Die Mitarbeiter nehmen an Fortbildungsmaßnahmen teil und dokumentieren täglich Leistungsgeschehen, Prozessentwicklung und Qualität in der Pflege.
  8. Die Qualität der Pflege wird durch professionelle Pflegeplanung nachvollziehbar und transparent gemacht.
  9. Wir bejahen Offenheit im Umgang mit der Öffentlichkeit.
  10. Die Leitungen der Sozialstation sind täglich zu erreichen.
  11. Ein gutes Betriebsklima ist für uns unverzichtbar. Wir wollen bewusst auf der Grundlage der zehn Gebote ehrlich, gerecht, hilfsbereit und rücksichtsvoll miteinander umgehen.

Unser Motto: “Für ein Leben…Zu Hause…In gewohnter Umgebung…”

 

Sie möchten in Ihrer vertrauten Umgebung bleiben, benötigen aber Unterstützung bei Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens? Dann könnte diese Form der Unterstützung das Richtige für Sie sein. Bei der ambulanten Pflege werden Hilfe- und Unterstützungsleistungen durch die Sozialstation Tabea – also in Ihrem Haushalt – erbracht.

Oft stehen Menschen im Alter, nach Erkrankungen, Operationen oder Unfällen ratlos vor einer veränderten Lebenssituation. An dieser Stelle möchten wir beratend, unterstützend und betreuend helfen. Wir, die Sozialstation Tabea, setzen uns dafür ein, dass Sie mit Ihren Bekannten, Freunden und Angehörigen in Ihrer vertrauten Umgebung zusammen bleiben und leben können. Durch individuell abgestimmte Unterstützung und Pflege, helfen wir Ihnen die alltäglichen Probleme zu bewältigen.

Wer Unterstützung benötigt, braucht auf Lebensqualität nicht zu verzichten.

Die Sozialstation Tabea e.V. hilft sowohl pflegenden Angehörigen als auch auf Pflege und Unterstützung angewiesenen Menschen. Von der Kranken- und Pflegebetreuung bis zur Hilfe im Haushalt und den täglichen Verrichtungen übernimmt das Team von der Sozialstation Tabea alles in enger Absprache mit Ihnen, den Hausärzten und den Kranken- und Pflegekassen.

Der Leistungskatalog:

Der Leistungskatalog der Sozialstation Tabea umfasst folgende Leistungskomplexe:

  • Grundpflege und Behandlungspflege: Wir helfen Ihnen im Alltag. Von der Körperpflege und Ernährung über ärztlich verordnete Medikamente und Verbände bis zur Hilfe bei Bewegungs- und Gehübungen
  • Hauswirtschaftliche Versorgung: Wir kaufen für Sie ein, reinigen Ihre Wohnung und kümmern uns bei Bedarf um Ihre Wäsche
  • Wege: Wir begleiten Sie zu Ärzten, Behörden und wenn sie möchten bei Ihren Spaziergängen
  • Hilfsmittel: Wir vermitteln Gehhilfen, Badelifter, Krankenbetten, Rollstühle und andere Hilfsmittel
  • Beratung: Wir unterstützen pflegende Angehörige durch persönliche Beratung und Anleitung
  • Verhinderungspflege: Wir Übernehmen Ihre Versorgung und Unterstützung wenn die Person die sonst unterstützt erkrankt oder in Urlaub ist. Bei einer häuslichen Pflege, die bereits länger als 12 Monate andauert, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ (bei Verhinderung der Pflegeperson infolge Krankheit oder Urlaub; auch Ersatzpflege genannt) durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI). Die Kosten werden für eine Dauer von bis zu insgesamt 4 Wochen jährlich bis zu einem Höchstbetrag von 1470 € übernommen.

Sprechen Sie mit uns.

Wir beraten gerne in Fragen der ambulanten Pflege und informieren Sie über Gesundheitsvorsorge, das Pflegeversicherungsgesetz und seine Auswirkungen.

Kosten:
Die Kosten variieren je nach Pflegebedürftigkeit.

Die Preise für jede einzelne Leistung aus den oben genannten Leistungskomplexen sind jedoch vertraglich festgeschrieben.

Leistungen aus der Pflegeversicherung

Leistungen aus der Pflegeversicherung, die bei Pflegeeinsätzen ambulanter Pflegedienste bezahlt werden, werden Pflegesachleistungen genannt. Hier bezahlt die Pflegekasse monatlich:

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
bis zu 450 € bis zu 1100 € bis zu 1.550 €

Bei privater Pflege z.B. durch Angehörige oder Nachbarn spricht man von Pflegegeld. Die monatlichen Pauschalen beim Pflegegeld betragen bis zu 58 % weniger:

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
235 € 440 € 700 €

Kombination der Sachleistungen mit Tagespflege
Pflegebedürftige können die Ansprüche auf Tagespflege und Pflegesachleistungen (z.B. ambulante Pflege) nach ihrer Wahl miteinander kombinieren (SGB XI, §41 Abs. 3 – 6).
Wenn Tagespflege in Verbindung mit Sachleistungen in Anspruch genommen wird, erhöht sich der Gesamtleistungsanspruch auf 150 % der Pflegestufe!

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 € + 225 € = 675 € 1100 € + 550 € = 1.650 € 1.550 € + 775 € = 2.325 €

Darüber hinaus gehende Kosten müssen privat aufgebracht werden.

Anmerkung:

Die Pflegeversicherung stellt auch bei der häuslichen Pflege keine Vollfinanzierung sicher. Die Pflegeversicherung ist als Teilfinanzierung konzipiert

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir im Jahr 1994 die Senioren Tagesstätte eröffnet.
Sie wird täglich von ca. 15 Gästen besucht. Die Betreuung erfolgt durch qualifiziertes Pflege- und Betreuungspersonal. Darauf aufbauend werden die Gäste mit therapeutischen, aktivierenden und kommunikativen Angeboten durch den Tag begleitet:

  • Training zur Erhaltung bestimmter psychischer Funktionen
  • Beschäftigungstherapeutische und bewegungstherapeutische Maßnahmen
  • Ausflüge und Spaziergänge
  • Einzelgespräche
  • Alltagsstrukturierung
  • Angehörigenarbeit

Die Tagespflege besitzt viele Vorteile: durch sie können Pflegebedürftige auch dann weiter zu Hause wohnen, wenn tagsüber die Versorgung durch Angehörige nicht ausreichend gewährleistet ist. Gerade für psychisch erkrankte ältere Menschen und insbesondere Menschen mit hirnorganischen Störungen, wirkt sich ein Verbleib in der vertrauten häuslichen Umgebung häufig stabilisierend und therapeutisch günstig aus.

Durch die psychosoziale Betreuung werden die körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Tagespflegegäste erhalten und verbessert. Der Kontakt zu anderen Menschen beugt Vereinsamung vor. In der Tagesstätte finden die Gäste sehr gute räumliche Möglichkeiten, sich individuell, allein oder in Gemeinschaft zu beschäftigen. Der großzügige Wintergarten mit Anbindung an die Terrasse, von der aus man in den Blumengarten gelangt, trägt ebenfalls zum Wohlbefinden unserer Gäste bei. Der nahe gelegene Wald lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Die Tagesstätte bietet Ruhe und Abwechslung zugleich. Tagespflege verbessert die Lebenssituation älterer Menschen, die alleine leben oder von Angehörigen betreut werden. Unsere Pflege ist eine ganzheitliche, aktivierende. Sie will verloren gegangene Fähigkeiten soweit wie möglich wiederbringen und vorhandene Stärken ausbauen.

Unsere Ansprüche gelten für alle Pflegeformen, die wir in unserer Einrichtung anbieten: die ambulante Pflege und die Tagespflege.

Die teilstationäre Pflege eignet sich vor allem für Senioren, deren Angehörige tagsüber arbeiten müssen oder bei Tag aus einem anderen Grund verhindert sind. Sie sind auch ein probates Mittel für den Zeitpunkt, an dem eine vollständige Pflege für den Angehörigen zu einer zu großen Belastung wird und er einen Teil der Verantwortung abgeben muss.

Aber auch für den Senior bietet die teilstationäre Pflege einige Vorteile: insbesondere wird hier der Aufbau und die Pflege von Kontakten gefördert und ein buntes Unterhaltungsprogramm angeboten. Die Tagesstätte Tabea möchte die Lebensqualität älterer Menschen, die alleine leben und / oder von ihren Angehörigen betreut werden verbessern. Sie entlastet pflegende Angehörige und kann dadurch die oft problematische, schwerwiegende Entscheidung für einen Heimumzug verzögern oder gar verhindern.

Die Tagesstätte Tabea erhält älteren Menschen die Möglichkeit, weiter in Ihrer eigenen Wohnung zu leben. Sie verbleiben in ihrer vertrauten Umgebung und können somit ihren Kontakt zu Angehörigen, Freunden und Bekannten weiterhin erhalten und pflegen.

Die Senioren Tagesstätte Tabea bietet Ihnen folgende Unterstützung an:·

  • Wenn Sie pflegerische Hilfe benötigen·
  • Wenn Sie alleine leben und die Sicherheit einer regelmäßigen Versorgung und Betreuung haben möchten·
  • Wenn Sie die Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und verbessern möchten·
  • Wenn Ihre Angehörigen berufstätig sind und Sie tagsüber nicht versorgen und unterstützen können·
  • Wenn Sie sich einsam fühlen und Kontakte sowie Anregungen suchen

In der Tagesstätte Tabea treffen Sie mit anderen Tagesstättengästen zusammen und können unter Anleitung der betreuenden Mitarbeiterinnen das Tagesprogramm aktiv mitgestalten. Unsere Angebote in der Tagesstätte Tabea lassen jedem Gast Raum für individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten.

Kosten:

Je nach Pflegestufe Tagessätze von

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
36,39 € 46,02 € 51,63 €

Diese Kosten werden mit der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet. Die Kosten für die Verpflegung und die Investitionskosten (Miete, Strom usw.) muss der Tagesstättengast selbst übernehmen.

Dieser Eigenanteil beläuft sich auf

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
21 € 21 € 21 €

Finanzierung:

Höchstsätze der Zuschüsse aus der Pflegeversicherung:

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 € 1100 € 1.550 €

Darüber hinaus gehende Kosten müssen privat aufgebracht werden.

Kombination der Tagespflege mit Sachleistungen
Pflegebedürftige können die Ansprüche auf Tagespflege und Pflegesachleistungen (z.B. ambulante Pflege) nach ihrer Wahl miteinander kombinieren (SGB XI, §41 Abs. 3 – 6).
Wenn Tagespflege in Verbindung mit Sachleistungen in Anspruch genommen wird, erhöht sich der Gesamtleistungsanspruch auf 150 % der Pflegestufe!

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 € + 225 € = 675 € 1100 € + 550 € = 1.650 € 1550 € + 775 € = 2.325 €

Darüber hinaus gehende Kosten müssen privat aufgebracht werden.

Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V.

Jeder Mensch möchte sein Leben aktiv und selbstbestimmt gestalten. Dabei vergisst man, dass Unfälle, Krankheiten oder auch das hohe Alter dem Grenzen setzen können. Etwa 2,25 Mio. Menschen in Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt auf Pflege angewiesen – Tendenz steigend.

Am Anfang steht die Frage, ab wann ein Mensch pflegebedürftig ist. Denn nicht immer ist das einfach zu erkennen.

Solche Veränderungen beginnen in der Regel schleichend und werfen die Fragen auf:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt, Unterstützungsmaßnahmen einzuleiten?
  • Welche Form der Pflege ist die richtige?

Die rechtliche Definition von Pflegebedürftigkeit

Kinder, die sich um ihre Eltern sorgen, oder Ehegatten, die für ihren Liebsten das Beste wollen, sehen die Notwendigkeit von Pflege meist anders als die Betroffenen selbst. Das kann zu Konflikten führen, die Sie als Angehöriger im Zweifel durchstehen müssen.

Was aber sind die objektiven Kriterien der Pflegebedürftigkeit, wie sie der Gesetzgeber vorschreibt? Nicht jeder ältere Mensch, der ab und zu Hilfe benötigt, ist pflegebedürftig. Erst wenn er dauerhaft darauf angewiesen ist, dass ihn andere unterstützen, wird von Pflegebedürftigkeit gesprochen.

Eine genaue Definition des Begriffs „Pflegebedürftigkeit“ gibt § 14 des Elften Sozialgesetzbuchs (SGB XI).

Treffen die Merkmale des SGB XI zu, ist ein Mensch in offiziellem Sinn pflegebedürftig und hat Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.

§14 SGB XI Begriff der Pflegebedürftigkeit

  1. Pflegebedürftig im Sinne dieses Buches sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße (§15) der Hilfe bedürfen.
  2. Krankheiten oder Behinderungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
    1. Verluste, Lähmungen oder andere Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat
    2. Funktionsstörungen der inneren Organe oder der Sinnesorgane
    3. Störungen des Zentralnervensystems wie Antriebs-, Gedächtnis- oder Orientierungsstörungen sowie endogene Psychosen, Neurosen oder geistige Behinderungen
  3. Die Hilfe im Sinne des Absatzes 1 besteht in der Unterstützung, in der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens oder in der Beaufsichtigung oder Anleitung mit dem Ziel der eigenständigen Übernahme dieser Verrichtungen.
  4. Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Sinne des Absatzes 1 sind:
    1. Im Bereich der Körperpflege das Waschen, Duschen, Baden, die Zahnpflege, das Kämmen, Rasieren, die Darm- oder Blasenentleerung
    2. Im Bereich der Ernährung das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung
    3. Im Bereich der Mobilität das selbständige Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
    4. Im Bereich der hauswirtschaftlichen Versorgung das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen.

Quelle: "Richtlinien des GKV Spitzenverbandes zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches", veröffentlicht im August 2009 vom www.mds-ev.org, Essen, Seite 141

Die Stufen der Pflegebedürftigkeit

Das Gesetz unterscheidet verschiedene Stufen der Pflegebedürftigkeit. Zu welcher Stufe ein hilfsbedürftiger Mensch gehört, darüber entscheidet bei gesetzlich Versicherten der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) und bei privat Kranken- und Pflegeversicherten der medizinische Dienst Medicproof.

Die Gutachter dieser Dienste stellen in der Regel durch einen Hausbesuch fest, wie viel Pflege notwendig ist. Sie entscheiden dementsprechend, in welche Pflegestufe der Betroffene eingestuft wird.

Pflegestufe 0

Sie gilt für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, z.B. wegen Demenz bzw. psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen. Dabei wird zwar regelmäßig Hilfe benötigt, aber nicht in dem Umfang, dass eine Pflegebedürftigkeit der Stufe I vorliegt (weniger als 46 Minuten Grundpflege am Tag).

Seit 1. Juli 2008 haben Personen der Pflegestufe 0 einen Anspruch auf 1.200 EUR bzw. 2.400 EUR für Betreuungsleistungen pro Jahr. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sachleistungen wie Tagespflege, Kurzzeitpflege oder sogenannte niederschwellige Betreuungsleistungen nachgewiesen werden können.

Den Betroffenen wird je nach Bedarf ein monatlicher Grundbetrag von 100 EUR oder 200 EUR zugesprochen.

Wer vor dem Gesetz in seiner Alltagskompetenz als erheblich eingeschränkt gilt, ist im § 45a des SGB XI verankert.

Die entsprechenden Kriterien können auf der Website www.sozialgesetzbuch-sgb.de eingesehen werden.

Pflegestufe I => Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Erhebliche Pflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens einmal täglich erforderlichen Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.

PflegestufeStufe I
wörtliche BezeichnungErhebliche Pflegebedürftigkeit
gesamte Pflegezeit tägl. mindestens90 min
davon Grundpflege mindestens46 min
davon Nachtpflege mindestens -
weitere Voraussetzungen mindestens 2 Verrichtungen der Grundpflege

Umfang

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens eineinhalb Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens 46 Minuten entfallen müssen.

Quelle: Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches www.mds-ev.org

Pflegestufe II => Schwerpflegebedürftigkeit

Schwerpflegebedürftigkeit liegt vor bei einem mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten erforderlichen Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.

PflegestufeStufe II
wörtliche BezeichnungSchwerpflegebedürftigkeit
gesamte Pflegezeit tägl. mindestens180 min
davon Grundpflege mindestens120 min
davon Nachtpflege mindestens -
weitere Voraussetzungen Hilfe zu mind. 3 versch. Zeiten

Umfang

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen.

Quelle: Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches www.mds-ev.org

Pflegestufe III => Schwerstpflegebedürftigkeit

Schwerstpflegebedürftigkeit liegt vor, wenn der Hilfebedarf so groß ist, dass der konkrete Hilfebedarf jederzeit gegeben ist und Tag und Nacht anfällt ("Rund-um-die-Uhr").

PflegestufeStufe III
wörtliche BezeichnungSchwerstpflegebedürftigkeit
gesamte Pflegezeit tägl. mindestens300 min
davon Grundpflege mindestens240 min
davon Nachtpflege mindestens -
weitere Voraussetzungen Hilfebedarf jederzeit (Rund-um-die-Uhr)

Umfang

Der wöchentliche Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger, Nachbar oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für alle für die Versorgung des Pflegebedürftigen nach Art und Schwere seiner Pflegebedürftigkeit erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen müssen.

Quelle: Richtlinien der Spitzenverbände der Pflegekassen zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches www.mds-ev.org

Die Entscheidung im Pflegefall

Bei einem Pflegefall stehen die Angehörigen vor einer weitreichenden Entscheidung:

Ist die Pflege zu Hause sinnvoll und möglich oder sollte das pflegebedürftige Familienmitglied in die Obhut eines Heims gegeben werden?

Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage kann es nicht geben, da jeder Pflegefall individuell ist. Jeder Pflegebedürftige hat eigene Bedürfnisse und Wünsche, die respektiert werden sollten. Aber auch für die Angehörigen muss die gewählte Lösung tragbar und praktikabel sein. Wägen Sie deshalb die Frage „Wo pflegen?“ in Ruhe ab.

Ihre Rechte als pflegender Angehöriger

Wird ein Angehöriger unerwartet pflegebedürftig, haben Sie als Arbeitnehmer zunächst Anspruch auf eine kurzzeitige Arbeitsfreistellung von bis zu zehn Tagen. In dieser Zeit bleiben Sie sozialversichert.

Pflegen Sie einen Angehörigen selbst, haben Sie seit dem 1. Juli 2008 zudem einen Anspruch auf eine Pflegezeit von sechs Monaten. Sie können sich also ein halbes Jahr von der Arbeit freistellen lassen. Dies gilt allerdings nur, wenn Sie in einem Betrieb mit mehr als 15 Beschäftigten arbeiten.

Während der Pflegezeit bekommen Sie vom Arbeitgeber kein Gehalt, bleiben aber sozialversichert. Den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung zahlt die Pflegeversicherung. Dasselbe gilt für den Beitrag zur Rentenversicherung, wenn Sie Ihren Angehörigen mindestens 14 Stunden wöchentlich pflegen.

Wenn Sie in der Kranken- und Pflegeversicherung keine Möglichkeit zur Familienversicherung haben, müssen Sie sich freiwillig zum Mindestbeitrag versichern. Auf Antrag erstattet die Pflegeversicherung den Beitrag in der Kranken- und Pflegeversicherung bis zur Höhe des Mindestbeitrages

Die Pflege zu Hause

Gut betreut sein und trotzdem zu Hause wohnen. Das wünschen sich viele ältere, behinderte und kranke Menschen. Und ebenso viele Menschen möchten gerne ihre Angehörigen zu Hause pflegen und für sie da sein.

Der Einsatz und die Anforderungen an die Pflegenden allerdings sind hoch. Wenn Sie vorhaben, einen nahe stehenden Menschen zu pflegen, werden Sie häufig an die Grenzen des zeitlich, körperlich und psychisch Zumutbaren kommen.

Pflege durch den Pflegedienst

Sollten Sie sich für die Pflege zu Hause entscheiden, werden Sie wahrscheinlich Unterstützung durch einen professionellen Pflegedienst benötigen. Bei der Auswahl des Pflegedienstes sollten Sie einige Dinge beachten. Schließlich möchten Sie sichergehen, dass die Pflege professionell durchgeführt wird und der ausgewählte Pflegedienst wirklich alle notwendigen Pflegeleistungen abdecken kann. Natürlich sollte auch das Preis- Leistungs-Verhältnis des Anbieters stimmen.

Sozialstation Tabea e.V.

Unser Motto: “Für ein Leben…Zu Hause…In gewohnter Umgebung…” 

Sie möchten in Ihrer vertrauten Umgebung bleiben, benötigen aber Unterstützung bei Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens?

Dann könnte diese Form der Unterstützung das Richtige für Sie sein. Bei der ambulanten Pflege werden Hilfe - und Unterstützungsleistungen durch die Sozialstation Tabea – also in Ihrem Haushalt – erbracht. 

Oft stehen Menschen im Alter, nach Erkrankungen, Operationen oder Unfällen ratlos vor einer veränderten Lebenssituation. An dieser Stelle möchten wir beratend, unterstützend und betreuend helfen. Wir, die Sozialstation Tabea setzen uns dafür ein, dass Sie mit Ihren Bekannten, Freunden und Angehörigen in Ihrer vertrauten Umgebung zusammen bleiben und leben können. Durch individuell abgestimmte Unterstützung und Pflege, helfen wir Ihnen die alltäglichen Probleme zu bewältigen. Wer Unterstützung benötigt, braucht auf Lebensqualität nicht zu verzichten. 

Die Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V. hilft sowohl pflegenden Angehörigen als auch auf Pflege und Unterstützung angewiesenen Menschen. Von der Kranken- und Pflegebetreuung bis zur Hilfe im Haushalt und den täglichen Verrichtungen übernimmt das Team von der Sozialstation Tabea alles in enger Absprache mit Ihnen, den Hausärzten und den Kranken- und Pflegekassen.

Der Leistungskatalog:

Der Leistungskatalog der Sozialstation Tabea umfasst folgende Leistungskomplexe:

  • Grundpflege und Behandlungspflege: Wir helfen Ihnen im Alltag. Von der Körperpflege und Ernährung über ärztlich verordnete Medikamente und Verbände bis zur Hilfe bei Bewegungs- und Gehübungen
  • Hauswirtschaftliche Versorgung: Wir kaufen für Sie ein, reinigen Ihre Wohnung und kümmern uns bei Bedarf um Ihre Wäsche
  • Wege: Wir begleiten Sie zu Ärzten, Behörden und wenn sie möchten bei Ihren Spaziergängen
  • Hilfsmittel: Wir vermitteln Gehhilfen, Badelifter, Krankenbetten, Rollstühle und andere Hilfsmittel
  • Beratung: Wir unterstützen pflegende Angehörige durch persönliche Beratung und Anleitung
  • Verhinderungspflege: Wir Übernehmen Ihre Versorgung und Unterstützung, wenn die Person, die sonst unterstützt erkrankt oder in Urlaub ist. Bei einer häuslichen Pflege, die bereits länger als 12 Monate andauert, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ (bei Verhinderung der Pflegeperson infolge Krankheit oder Urlaub; auch Ersatzpflege genannt) durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI). Die Kosten werden für eine Dauer von bis zu insgesamt 4 Wochen jährlich bis zu einem Höchstbetrag von 1510 € übernommen.

Sprechen Sie mit uns.

Wir beraten gerne in Fragen der ambulanten Pflege und informieren Sie über Gesundheitsvorsorge, das Pflegeversicherungsgesetz und seine Auswirkungen. 

Kosten:

Die Kosten variieren je nach Pflegebedürftigkeit. Die Preise für jede einzelne Leistung aus den oben genannten Leistungskomplexen sind jedoch vertraglich festgeschrieben.

Leistungen aus der Pflegeversicherung:

Leistungen aus der Pflegeversicherung, die bei Pflegeeinsätzen ambulanter Pflegedienste bezahlt werden, werden Pflegesachleistungen genannt. Hier bezahlt die Pflegekasse monatlich

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
bis zu 450 € bis zu 1100 € bis zu 1.550 €

Bei privater Pflege z.B. durch Angehörige oder Nachbarn spricht man von Pflegegeld. Die monatlichen Pauschalen beim Pflegegeld sind erheblich niedriger.

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
225 € 430 € 685 €

Kombination der Sachleistungen mit Tagespflege

Pflegebedürftige können die Ansprüche auf Tagespflege und Pflegesachleistungen (z.B. ambulante Pflege) nach ihrer Wahl miteinander kombinieren (SGB XI, §41 Abs. 3 – 6).

Wenn Tagespflege in Verbindung mit Sachleistungen in Anspruch genommen wird, erhöht sich der Gesamtleistungsanspruch auf 150 % der Pflegestufe!

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 € + 225 € = 675 €1100 € + 550 € = 1.650 €1550 € + 775 € = 2.325 €

Darüber hinaus gehende Kosten müssen privat aufgebracht werden.

Anmerkung:

Die Pflegeversicherung stellt auch bei der häuslichen Pflege keine Vollfinanzierung der Pflege sicher. Die Pflegeversicherung ist als Teilfinanzierung konzipiert.

So bekommen Sie 150% der Pflegestufe!

Kombination der Sachleistungen mit Tagespflege

Pflegebedürftige können die Ansprüche auf Tagespflege und Pflegesachleistungen (z.B. ambulante Pflege) nach ihrer Wahl miteinander kombinieren (SGB XI, §41 Abs. 3 – 6).

Wenn Tagespflege in Verbindung mit ambulanter Pflege in Anspruch genommen wird, erhöht sich der Gesamtleistungsanspruch auf 150 % der Pflegestufe!

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 € + 225 € = 675 €1100 € + 550 € = 1.650 €1.550 € + 775 € = 2.325 €

Seniorentagesstätte Tabea e.V.

Die teilstationäre Pflege

Es muss aber nicht immer der Komplettumzug ins Heim sein. Hilfebedürftige können in teilstationären Pflegeeinrichtungen tagsüber von professionellen Pflegekräften betreut werden und trotzdem weiterhin zu Hause wohnen.

Teilstationäre Pflege wird noch nicht überall angeboten. Es gibt aber immer mehr entsprechend ausgelegte Einrichtungen. Sie schließen die Lücke zwischen der ambulanten Betreuung durch Pflegedienste in der eigenen Wohnung und der stationären Pflege im Heim.

Unser Motto: “Für ein Leben…Zu Hause…In Gemeinschaft…”

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir im Jahr 1994 die Senioren Tagesstätte eröffnet.

Sie wird täglich von ca. 15 Gästen besucht. Die Betreuung erfolgt durch qualifiziertes Pflege- und Betreuungspersonal ist nur die Basis. Darauf aufbauend werden die Gäste mit therapeutischen, aktivierenden und kommunikativen Angeboten durch den Tage begleitet:

  • Training zur Erhaltung bestimmter psychischer Funktionen
  • Beschäftigungstherapeutische und bewegungstherapeutische Maßnahmen
  • Ausflüge und Spaziergänge
  • Einzelgespräche
  • Alltagsstrukturierung
  • Beratung von Angehörigen

Die Tagespflege besitzt viele Vorteile: durch sie können Pflegebedürftige auch dann weiter zu Hause wohnen, wenn tagsüber die Versorgung durch Angehörige nicht ausreichend gewährleistet ist. Gerade für psychisch erkrankte ältere Menschen und insbesondere Menschen mit hirnorganischen Störungen, wirkt sich ein Verbleib in der vertrauten häuslichen Umgebung häufig stabilisierend und therapeutisch günstig aus. Durch die psychosoziale Betreuung werden die körperlichen und geistigen Fähigkeiten der Tagespflegegäste erhalten und verbessert.

Der Kontakt zu anderen Menschen beugt Vereinsamung vor. In der Tagesstätte finden die Gäste sehr gute räumliche Möglichkeiten, sich individuell, allein oder in Gemeinschaft zu beschäftigen. Der großzügige Wintergarten mit Anbindung an die Terrasse, von der aus man in den Blumengarten gelangt, trägt ebenfalls zum Wohlbefinden unserer Gäste bei. Der nahe gelegene Wald lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Die Tagesstätte bietet Ruhe und Abwechslung zugleich. Tagespflege verbessert die Lebenssituation älterer Menschen, die alleine leben oder von Angehörigen betreut werden. Unsere Pflege ist eine ganzheitliche, aktivierende. Sie will verloren gegangene Fähigkeiten soweit wie möglich wiederbringen und vorhandene stärken und ausbauen.

Unsere Ansprüche gelten für alle Pflegeformen, die wir in unserer Einrichtung anbieten: die ambulante Pflege und die Tagespflege.

Die teilstationäre Pflege eignet sich vor allem für Senioren, deren Angehörige tagsüber arbeiten müssen oder am Tag aus einem anderen Grund verhindert sind. Sie sind auch ein probates Mittel für den Zeitpunkt, an dem eine vollständige Pflege für den Angehörigen zu einer zu großen Belastung wird und er einen Teil der Verantwortung abgeben muss.

Auch für den Senior bietet die teilstationäre Pflege einige Vorteile: insbesondere wird hier der Aufbau und die Pflege von Kontakten gefördert und ein buntes Unterhaltungsprogramm angeboten. 

Die Tagesstätte Tabea möchte die Lebensqualität älterer Menschen, die alleine leben oder von ihren Angehörigen betreut werden verbessern. Sie entlastet pflegende Angehörige und kann dadurch die oft problematische, schwerwiegende Entscheidung für einen Heimumzug verzögern oder gar verhindern.

Die Tagesstätte Tabea erhält älteren Menschen die Möglichkeit, weiter in Ihrer eigenen Wohnung zu leben. Sie verbleiben in ihrer vertrauten Umgebung und können somit ihren Kontakt zu Angehörigen, Freunden und Bekannten weiterhin erhalten und pflegen. 

Die Senioren Tagesstätte Tabea bietet Ihnen folgende Unterstützung an:·

  • Wenn Sie pflegerische Hilfe benötigen
  • Wenn Sie alleine leben und die Sicherheit einer regelmäßigen Versorgung und Betreuung haben möchten
  • Wenn Sie die Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten und verbessern möchten
  • Wenn Ihre Angehörigen berufstätig sind und Sie tagsüber nicht versorgen und unterstützen können
  • Wenn Sie sich einsam fühlen und Kontakte sowie Anregungen suchen

n der Tagesstätte Tabea treffen Sie mit anderen Tagesstättengästen zusammen und können unter Anleitung der betreuenden Mitarbeiterinnen das Tagesprogramm aktiv Mitgestalten. Unsere Angebote in der Tagesstätte Tabea lassen jedem Gast Raum für individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten.  

Kosten:

Je nach Pflegestufe Tagessätze von  

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
36,39 €46,02 €51,63 €

Diese Kosten werden mit der der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet. Die Kosten für die Verpflegung und die Investitionskosten (Miete, Strom usw.) muss der Tagesstättengast selbst übernehmen.

Dieser Eigenanteil beläuft sich auf  

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
21 €21 €21 €

Finanzierung:

Höchstsätze der Zuschüsse aus der Pflegeversicherung: 

Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
450 €1100 €1.550 €

Darüber hinaus gehende Kosten müssen privat aufgebracht werden. 

Anmerkung:

Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige transportfähig und nicht bettlägerig ist. Zusätzlich bietet die Tagesstätte Tabea einen Fahrdienst (Hol- und Rücktransport) an.  

Einen Antrag auf Pflegeleistung stellen

Wie beantrage ich die Leistungen der Pflegeversicherung?

Wer Pflegebedürftig ist, hat einen Rechtsanspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung. Leistungen der Pflegeversicherung erhalten Sie bei den Pflegekassen, die den jeweiligen Krankenkassen angegliedert sind. Sie erreichen Ihre Pflegekasse also unter der gleichen Adresse und Telefonnummer wie Ihre Krankenkasse.

  1. Antrag: Fordern Sie telefonisch oder formlos schriftlich ein Antragsformular bei Ihrer Krankenkasse an. Allen Pflegebedürftigen, die aufgrund ihres Einkommens möglicherweise einen Anspruch auf (ergänzende) Sozialhilfe haben, empfehlen wir, gleichzeitig mit dem Antrag bei der Pflegekasse vorsorglich einen Antrag beim Sozialamt zu stellen.
  2. Pflegetagebuch: Führen Sie eine Woche lang ein Pflegetagebuch, in dem Sie alle Hilfen, die Sie benötigen, (und Ihre pflegenden Angehörigen erbringen) aufführen.
  3. Gutachten: Die Pflegekasse beauftragt den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), die Pflegebedürftigkeit einzuschätzen. Spätestens zwei Monate nach der Antragstellung sollte die Begutachtung durch einen Arzt oder eine Pflegekraft des Medizinischen Dienstes bei Ihnen zu Hause erfolgen.

    Bitten Sie Ihren Pflegedienst, an der Begutachtung teilzunehmen. Bereiten Sie sich auf den Besuch des Gutachters gründlich vor. Der Gutachter wird aufgrund eines Fragenkatalogs Ihre Pflegebedürftigkeit einschätzen und dieses Gutachten schriftlich der Pflegekasse vorlegen. Sie sollten darauf vorbereitet sein, dass bei der Begutachtung sehr intime Dinge z.B. zur Körperpflege gefragt werden. Beantworten Sie diese Fragen, auch wenn es ihnen peinlich ist, darüber Auskunft geben zu müssen.

  4. Bewilligung/Ablehnung: In der Regel folgt die Pflegekasse der Einschätzung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und schickt Ihnen die Bewilligung oder Ablehnung zu.
  5. Widerspruch: Wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde oder Sie mit der bewilligten Pflegestufe nicht einverstanden sind, legen Sie bei der Pflegekasse schriftlich Widerspruch ein. Führt auch der Widerspruch nicht zu der Einstufung, die Sie für richtig halten, können Sie Klage beim Sozialgericht einreichen.

    Wenn die Widerspruchsfrist abgelaufen ist, stellen Sie einen neuen Antrag. Sollte sich der Pflegeaufwand seit der Begutachtung wesentlich erhöht haben, können Sie einen Antrag auf Höherstufung stellen.

Das muss im Antrag stehen

Der Antrag an die gesetzliche oder die private Krankenversicherung auf Pflege kann formlos sein.

Es reicht der Satz: „Hiermit beantrage ich Pflegeleistungen aus der Pflegeversicherung, weil ich pflegebedürftig bin.“

Der Brief sollte von der pflegebedürftigen Person unterzeichnet sein und ihren Namen, die Adresse und die Versicherten- bzw. Versicherungsnummer enthalten. Auf jeden Fall sollten Sie sich das Datum der Antragstellung schriftlich per Brief, Fax oder E-Mail von der Pflegekasse bestätigen lassen, denn die Leistungen der Pflegeversicherung werden ab dem Monat bezahlt, in dem Ihr formloser Antrag bei der Pflegeversicherung eingegangen ist.

Die Antragsabwicklung bei gesetzlich Versicherten

Nachdem die Pflegekasse den formlosen Antrag bekommen hat, schickt sie die notwendigen Formulare dem Antragsteller zu.

Wenn Sie dann die Formulare ausgefüllt zurückgeschickt haben, meldet sich einige Wochen später ein Gutachter des MDK zum Hausbesuch an. Der Gutachter prüft, ob Pflegebedürftigkeit im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes vorliegt, und wenn ja, welche Pflegestufe vorliegt.

Auf der Grundlage des Gutachtens entscheidet die Pflegekasse dann über die Einstufung in eine der Pflegestufen und damit über die Höhe der Leistungen. Sie schickt Ihnen einen sogenannten Pflegebescheid zu.

Wenn der Gutachter kommt

Die Gutachter des MDK und von Medicproof sind meist Pflegefachkräfte oder in der Pflege erfahrene Ärzte. Damit der Gutachter sich ein möglichst realistisches Bild von der Pflegesituation machen kann, ist es empfehlenswert, dass Sie den Besuchstermin gut vorbereiten. Dabei helfen Ihnen folgende Tipps:

Führen Sie wenigstens eine Woche lang ein Pflegetagebuch. Halten Sie im Pflegetagebuch alle notwendigen Pflegehandlungen der Grundpflege (SGB XI) und sonstige Hilfestellungen, z. B. bei der Haushaltsführung, sowie den dafür notwendigen Zeitaufwand fest.

Hierzu zählen jedoch nicht die Leistungen der sogenannten Behandlungspflege (SGB V), also etwa die Medikamentengabe oder das Blutdruckmessen, auch nicht kosmetische Körperpflege wie Maniküre oder Haareschneiden.

Auch für ein späteres Widerspruchsverfahren oder gar eine Klage kann ein solches Tagebuch sehr wichtig sein. Auf der Grundlage Ihrer Aufzeichnungen können Sie prüfen, ob der Gutachter alle von Ihnen angegebenen Umstände mit den entsprechenden Zeitwerten in seiner Bewertung berücksichtigt hat.

Wenn Sie für die Pflege mehr Zeit benötigen, als der Gutachter anhand von Durchschnittswerten veranschlagen möchte, dann machen Sie ihn darauf aufmerksam. Denn der Hausbesuch ist wichtig für die richtige Einstufung in eine der Pflegestufen. Auch im Fall eines Widerspruchsverfahrens oder einer Klage kann ein Pflegetagebuch sehr wichtig sein.

Sobald sich der Pflegeaufwand erhöht, sollte die Höherstufung beantragt werden. Ob tatsächlich ein Anspruch auf mehr Leistungen besteht, stellt erneut ein Gutachter fest

Belege sammeln

Bis der Antrag bewilligt ist, muss der Pflegebedürftige selbst für die Kosten der Pflege aufkommen. Heben Sie alle Quittungen während dieser Zeit sorgfältig auf, damit Sie die Ausgaben ersetzt bekommen. Kann der Pflegebedürftige die Pflegekosten vor Bewilligung seines Antrags nicht selbst bezahlen, sollte er die Krankenkasse bzw. private Pflegeversicherung auf die Eilbedürftigkeit der Leistungsgewährung hinweisen. Unter Umständen müssen jedoch die Angehörigen die Pflegekosten vorauszahlen. Sind sie dazu nicht in der Lage, kann beim Sozialamt ein Antrag auf Hilfe in besonderen Lebenslagen gestellt werden.

Der Pflegebescheid

Der schriftliche Einstufungsbescheid der gesetzlichen oder privaten Versicherung muss Ihnen nach spätestens fünf Wochen zugehen. Liegt der Antragsteller im Krankenhaus, in einer stationären Rehabilitationseinrichtung oder erhält er eine Palliativ-Versorgung (stationär oder im Hospiz), verkürzt sich die Begutachtungsfrist auf eine Woche. Findet eine Einstufung in eine der Pflegestufen statt, erhalten Sie mit dem positiven Pflegebescheid auch eine Heimbedürftigkeitsbescheinigung. Diese Bescheinigung können Sie dem Pflegeheim Ihrer Wahl vorlegen, falls der Pflegebedürftige dort betreut werden soll.

Ihr Widerspruchsrecht: Legen Sie Widerspruch ein!

Wird die Einstufung in eine Pflegestufe abgelehnt oder sie sind mit der Einstufung der Pflegekasse nicht einverstanden, können Sie diesem negativen Bescheid innerhalb eines Monats widersprechen. Eventuell ist im Bescheid auch eine andere Frist genannt. Dieser Widerspruch ist für Sie kostenfrei und kann formlos bei Ihrer Pflegekasse eingelegt werden. Damit Ihr Widerspruch Aussicht auf Erfolg hat, sollten Sie einige Punkte beachten:

  1. Fordern Sie zunächst von der Pflegekasse das Gutachten des Medizinischen Dienstes an. Dazu genügt ein Telefonanruf.
  2. Prüfen Sie das Gutachten, ob alle wichtigen Punkte der Pflege dort berücksichtigt sind. Vergleichen Sie die Angaben mit Ihrem Pflegeprotokoll.
  3. Überprüfen Sie vor allem, ob die im Gutachten angegebenen Zeitwerte mit den tatsächlichen Verhältnissen übereinstimmen. Wenn der Gutachter sogar unter den Mindestwerten der Zeitorientierungswerte geblieben ist, muss er das im Gutachten ausführlich begründen.
  4. Begründen Sie Ihren Widerspruch. Erklären Sie noch einmal, was bei Ihnen alles gemacht werden muss und wie viel Zeit dafür benötigt wird. Beschreiben Sie im Gutachten "vergessene" Pflegetätigkeiten. Erklären Sie z.B., warum bestimmte Tätigkeiten länger dauern als im Gutachten angegeben. Hatten Sie dem Gutachter den erhöhten Zeitbedarf während des Hausbesuchs mitgeteilt, so muss im Gutachten stehen, warum er Ihre Angaben nicht berücksichtigt hat. Fehlt diese Begründung, können Sie auch darauf Ihren Widerspruch stützen. Begründen Sie noch einmal ausführlich, warum Sie mehr Zeit benötigen. Hat sich der Gutachter während des Hausbesuchs zu wenig Zeit genommen, den Hilfebedarf zu erfassen, oder hat er ein gesondertes Gespräch mit Ihnen als Pflegeperson abgelehnt, so sollte das ebenfalls in Ihrer Widerspruchsbegründung stehen.
  5. Bitten Sie Ihren Hausarzt um eine schriftliche Stellungnahme und fügen Sie diese bei.
  6. Fügen Sie gegebenenfalls auch das von Ihnen geführte Pflegeprotokoll bei. Wenn ein Pflegedienst bei Ihnen tätig ist, bitten Sie diesen, Ihnen beim Widerspruch zu helfen.
  7. Der Pflegedienst kann auch aus seiner Sicht eine Stellungnahme für die Pflegekasse schreiben. Oft korrigieren Pflegekassen dann schon von sich aus die Einschätzung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK).
  8. Bleibt auch der Widerspruch erfolglos, so können Sie Klage beim Sozialgericht erheben. Diese Klage ist gerichtskostenfrei. Lassen Sie sich aber vor der Erhebung einer Klage beraten. Wenn Sie allerdings einen Anwalt mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen, kann es sein, dass Sie dessen Gebühren später selbst zahlen müssen. Sie müssen sich aber nicht durch einen Anwalt vertreten lassen. Zeilenabstand! Weitere Kosten können entstehen, wenn zusätzliche Gutachten oder Sachverständigenaussagen im Klageverfahren erforderlich werden.

Das sollte mindestens in Ihrem Widerspruch stehen:

Musterbrief:

An die

Pflegekasse...

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich Widerspruch gegen ihren Bescheid vom... ein. Sie haben mich durch ihre Begutachtung in die Pflegestufe... eingestuft. Meiner Auffassung nach ist diese Einstufung nicht korrekt und entspricht nicht den Tatsachen. Aufgrund der bei mir notwendigen Pflegeleistungen steht mir eine höhere Pflegestufe zu. Im Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung wurden die folgenden Pflegeleistungen nicht richtig bewertet:

z.B.

  • Nicht alle Verrichtungen, bei denen Sie Hilfe brauchen, wurden bei der Beurteilung berücksichtigt.
  • Bei der Besprechung mit dem Gutachter sind bestimmte Punkte vergessen worden.
  • Vielleicht wurde etwas aus falscher Scham verschwiegen?

Ich bitte Sie Ihre Entscheidung zu überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung besteht aus der sozialen Pflegeversicherung und der privaten Pflegepflichtversicherung. Träger der sozialen Pflegeversicherung sind die sogenannten Pflegekassen. Sie sind jeweils einer Krankenkasse angegliedert, die die Aufgaben der Pflegekasse wahrnimmt.

Das heißt, die Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung finanziert zwar die Pflegekasse, den Antrag auf die Leistungen stellen Sie jedoch bei Ihrer Krankenkasse.

Ihre Leistungsansprüche

Die soziale Pflegeversicherung und die private Pflegepflichtversicherung gewähren neben Sachleistungen auch Geldleistungen in Form des Pflegegeldes, Pflegevertretungen, Aufwandsentschädigungen und bei erheblichem Betreuungsbedarf Härtefall-Zuschläge sowie Kostenerstattungen für Hilfsmittel und Umbaumaßnahmen.

Betroffene können entweder Sachleistungen oder Pflegegeld in Anspruch nehmen sowie auch beide Leistungen kombinieren. Durch die Pflegereform, die zum 1. Juli 2008 in Kraft trat, haben Pflegebedürftige außerdem auch einen Anspruch auf Beratungsleistungen.

Angehörige haften füreinander

Wenn ein naher Angehöriger zum Pflegefall wird, ändert sich nicht nur der familiäre Alltag, sondern vor allem auch die finanzielle Situation enorm. In den meisten Fällen übersteigen die Kosten für die Pflege den gezahlten Pflegesatz.

Reichen die Einnahmen der pflegebedürftigen Person (z. B. das Einkommen oder die Rente) nicht aus und hat der Betroffene keine private Absicherung getroffen, um die finanzielle Lücke zu minimieren, kann die Differenzsumme zunächst vom Sozialamt übernommen werden.

Der Staat hat aber das Recht, sich zumindest einen Teil des Geldes von den nahen Angehörigen zurückzuholen. Denn im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) heißt es:

„Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren“ (§ 1601, Viertes Buch, Familienrecht, Zweiter Abschnitt, Dritter Teil).

Anhand eines Fragebogens holt das Sozialamt zunächst finanzielle Auskünfte bei den Verwandten ein. Laut § 1605 BGB sind die Angehörigen von Pflegebedürftigen verpflichtet, ihre finanzielle Situation offenzulegen:

„soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist“ (§ 1605, BGB)

Selbstbehalt beim Angehörigenunterhalt

Um Haus und Hof müssen nahe Verwandte von Pflegebedürftigen jedoch nicht bangen.

Beim sogenannten Angehörigenunterhalt wird ihnen auf ihr Nettoeinkommen ein Selbstbehalt eingeräumt. Dieser ist in § 1615 I des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt und beträgt derzeit monatlich 1.400 EUR.

Ist der Unterhaltspflichtige verheiratet, kommt ein Ehegatten-Selbstbehalt von momentan 1.050 EUR im Monat hinzu. Dem Sozialamt steht dann nach Abzug des Selbstbehalts vom Nettoeinkommen die Hälfte des Restbetrags zu.

Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Leitlinien aus der sogenannten Düsseldorfer Tabelle. Die Düsseldorfer Tabelle kann auf der Website des Oberlandesgerichts Düsseldorf eingesehen werden. www.olg-duesseldorf.nrw.de

Nicht ohne Ihren Anwalt

Über den Selbstbehalt hinaus gibt es verschiedene weitere Minderungsgründe und Härtefallregelungen, die den zu leistenden Unterhaltsbetrag weiter senken können. Haben Sie beispielsweise Kinder, an die Sie Unterhalt zahlen, ist das ein Minderungsgrund für den Angehörigenunterhalt. In jedem Fall sollten Sie sich einen Rechtsbeistand suchen, sobald das Thema Angehörigenunterhalt auf Sie zukommt. Ein Anwalt, der auf Unterhaltsrecht spezialisiert ist, kann Sie beispielsweise dazu beraten, welche Minderungsgründe Sie persönlich geltend machen können, wie eine Aufteilung der Unterhaltsverpflichtungen zwischen Geschwistern aussehen kann oder ob eine Härtefallregelung auf Sie zutrifft.

Eine Vollmacht kann Vieles erleichtern

Wir würden gerne auf ihn verzichten, aber er lässt sich einfach nicht vermeiden: der Papierkrieg.

Für einen pflegebedürftigen Menschen sind Gänge zu Behörden oder das Beantragen von Leistungen besonders aufwändig. Wer nicht jede Angelegenheit selbst erledigen möchte oder kann, sollte eine Person seines Vertrauens damit beauftragen. Dies geschieht in Form von einer Vollmacht.

Wann ist eine Vollmacht gültig

Mit einer Vollmacht erklären Sie Ihren Willen, sich in Rechtsgeschäften durch einen Dritten vertreten zu lassen. Diese Willenserklärung muss meist schriftlich erfolgen und mindestens folgende Angaben enthalten:

  • vollständiger Name, Geburtsdatum und Anschrift der Person, die sich vertreten lassen möchte (Vollmachtgeber)
  • vollständiger Name, Geburtsdatum und Anschrift der Person, die den Vollmachtgeber vertritt (Bevollmächtigter)
  • Nennung der Rechtsgeschäfte, für die die Vollmacht gilt
  • Datum und Ort
  • Unterschrift des Vollmachtgebers

Bei manchen Vollmachten sind weitere Angaben notwendig.

Eine Vollmacht ist nur als Original gültig. Es reicht also z. B. nicht, wenn der Bevollmächtigte bei der Bank eine Kopie vorlegt, um Geld vom Konto des Vollmachtgebers abzuheben.

Außerdem muss sich der Bevollmächtigte ausweisen können. Die Beglaubigung der Vollmacht durch einen Notar ist nicht notwendig. Es sei denn, der Bevollmächtigte soll ein Grundstück verkaufen oder belasten dürfen. Die notarielle Beglaubigung verhindert allerdings, dass die Echtheit der Vollmacht angezweifelt wird, und ist deshalb bei umfangreichen Vollmachten (z. B. Bank- oder Vorsorgevollmacht) zu empfehlen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten Arten der Vollmachten vor.

Patientenverfügung

Wozu dient sie:

Mit der Patientenverfügung bestimmen Sie, wie Sie medizinisch behandelt werden möchten, falls Sie nicht mehr ansprechbar sind oder sich nicht mehr klar äußern können. An diese Wünsche muss sich der Arzt dann halten.

Was ist zu beachten:

Zwar kann die Patientenverfügung auch mündlich erfolgen, aber die Schriftform erleichtert es, sie durchzusetzen. Da es unmöglich ist, jede Behandlungssituation genau vorherzusehen, sollten Sie die Patientenverfügung immer durch eine Vorsorgevollmacht ergänzen. Auch dies erleichtert es dem Bevollmächtigten, Ihren Willen gegenüber den Ärzten durchzusetzen.

Patientenverfuegung_oe.html

Vollmacht für Behördengänge

Wozu dient sie

Generell können damit Ausweisdokumente, Bescheinigungen und Ähnliches bei der Ausweis- und Meldebehörde beantragt und abgeholt werden. Das Abholen einer Meldebescheinigung und der Antrag auf finanzielle Leistungen sind typische Gelegenheiten, zu denen eine Behördenvollmacht nützlich wird.

Was ist zu beachten

In der Regel muss bei öffentlichen Einrichtungen nicht nur die Vollmacht und der Personalausweis des Bevollmächtigten, sondern zusätzlich der Personalausweis des Vollmachtgebers vorgelegt werden. Beantragt der Vollmachtgeber einen neuen Personalausweis oder Pass, muss er sogar persönlich auf der Meldestelle erscheinen und den Antrag unterschreiben. Erspart bleibt dieser Gang nur Personen, die nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungen mobil sind.

Bankvollmacht

Wozu dient sie

Für welche Transaktionen die Vollmacht gelten soll, legt der Vollmachtgeber in der Vollmacht fest (z. B. Abbuchungen, Einzahlungen, Kontoauflösung). Ändert der Vollmachtgeber seine Meinung, lässt sich die Vollmacht jederzeit gegenüber der Bank widerrufen.

Was ist zu beachten

Banken können die Echtheit einer Vollmacht anzweifeln. Vermeiden lässt sich das z.B. mit einer notariellen Beglaubigung. Oder Vollmachtgeber und Bevollmächtigter unterschreiben das Papier im Beisein eines Bankangestellten. Viele Institute bieten Vordrucke für eine Bankvollmacht an. Eine Bankvollmacht sollte nicht nur zu Lebzeiten gelten, sondern auch im Todesfall. So kann der Bevollmächtigte ohne wochenlanges Warten auf den Erbschein die Beerdigungskosten und andere Ausgaben vom Konto des Erblassers zahlen.

Vorsorgevollmacht

Wozu dient sie

Mit diesem Schriftstück erklärt eine Person zu Zeiten voller Geschäftsfähigkeit, was im Fall ihrer Geschäftsunfähigkeit (etwa infolge eines Schlaganfalls) geschehen soll. Die Vollmacht wird also erst dann wirksam, wenn ein Arzt erklärt, dass die Person keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann. Von diesem Zeitpunkt an regelt der Bevollmächtigte alle Angelegenheiten, zu denen er laut Vorsorgevollmacht befähigt ist.

Was ist zu beachten

Die Angelegenheiten, die in einer Vorsorgevollmacht geregelt werden, lassen sich auf mehrere Personen verteilen. Es kann sich also ein Vertrauter um die Bankgeschäfte kümmern, und ein anderer regelt die gesundheitliche Versorgung. In diesem Fall wird für jeden Bevollmächtigten eine eigene Vorsorgevollmacht ausgestellt. Wenn der Bevollmächtigte auch schwerwiegende Entscheidungen treffen soll, so muss dies ausdrücklich in der Vollmacht erwähnt werden.

Die allgemeine Formulierung „vertritt mich in allen Angelegenheiten” genügt nicht.

Wird ein Mensch geschäftsunfähig und liegt keine Vorsorgevollmacht vor, so bestellt das Vormundschaftsgericht für ihn einen Betreuer.

Lassen Sie Ihre Vorsorgevollmacht am besten beim Zentralen Vorsorgeregister eintragen. So ist das Vormundschaftsgericht sofort darüber informiert, dass es keinen Betreuer für Sie einsetzen muss. Das Bundesjustizministerium stellt im Internet dafür einen „Antrag auf Eintragung einer Vorsorgevollmacht“ bereit. www.vorsorgeregister.de

Betreuungsvollmacht

Wozu dient sie

Wie die Vorsorgevollmacht regelt auch die Betreuungsverfügung, welche Personen Ihre Interessen vertreten, falls Sie geschäftsunfähig werden. Allerdings muss die in der Betreuungsverfügung genannte Person sich vom Vormundschaftsgericht bestellen lassen.

Was ist zu beachten

Anders als die Vorsorgevollmacht wird die Betreuungsverfügung erst wirksam, wenn nicht nur ein Arzt, sondern auch das Gericht eine Betreuung für notwendig erachtet. Der Vollmachtgeber ist also nicht allein auf das Vertrauen zum Bevollmächtigten und zu einem Arzt angewiesen. www.bmj.de/das-betreuungsrecht

Führen Sie ein Pflegetagebuch!

Zu prüfen, ob die Voraussetzungen einer Pflegebedürftigkeit vorliegen, das ist Aufgabe des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Im Auftrag der Pflegekasse nimmt er die Begutachtung in der häuslichen Umgebung vor. Diese Begutachtung bildet die Grundlage für die Einstufung in eine der drei Pflegestufen. Über die Wichtigkeit dieses Termins sollten Sie sich bewusst sein und sich gründlich auf diesen entscheidenden Termin vorbereiten.

ine gute Möglichkeit der Vorbereitung bietet das Pflegetagebuch. Mit seiner Hilfe kann der Pflegeumfang glaubhaft dokumentiert und somit nachgewiesen werden. Für den Gutachter, der bei seinem Besuch nur eine „Momentaufnahme“ aus dem Alltag des Pflegebedürftigen erlebt, sind die Aufzeichnungen eine wertvolle Hilfe. Wenn Sie in den letzten Wochen vor dem Begutachtungstermin ein Pflegetagebuch führen, in dem Sie detailliert alle Pflegetätigkeiten notieren, helfen Sie sich selbst und dem Gutachter, die für das Gutachten wesentlichen Punkte zu erfassen. Im Gespräch mit dem Gutachter behalten Sie dann besser den Überblick. Sie sollten darauf achten, dass Sie alle Pflegetätigkeiten und Unterstützungsmaßnahmen angeben, denn von dieser Beurteilung hängt ab welche Pflegestufe vergeben und somit wie viel finanzielle Unterstützung Sie von ihrer Pflegekasse erhalten.

Nützlich sind Ihre Aufzeichnungen auch für die Begründung eines Widerspruchs oder für eine spätere Klage, wenn Sie mit der Beurteilung durch den Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nicht einverstanden sind. Sie können dann anhand des Gutachtens und Ihrer eigenen Aufzeichnungen überprüfen, ob der Gutachter alle von Ihnen angegebenen Umstände mit den entsprechenden Zeitwerten ausreichend berücksichtigt hat.

Sollten Sie feststellen, dass der Gutachter nicht nach allen Pflegetätigkeiten fragt, werden Sie selbst aktiv und weisen Sie ihn auf diese hin.

Durch den Begutachter muss auch festgestellt werden „ob und in welchem Umfang Maßnahmen zur Beseitigung, Minderung oder Verhütung einer Verschlimmerung einschließlich der medizinischen Rehabilitation geeignet, notwendig oder zumutbar sind“. Ansprüche aus Leistungen zur ambulanten medizinischen Rehabilitation müssen gegenüber der Krankenkassen (nicht der Pflegekassen!) geltend gemacht werden.

www.vz-nrw.de/mediabig/33302A.pdf

Lassen Sie sich beraten und unterstützen

Vielfach besteht große Unsicherheit darüber, wie die individuelle Pflege und Unterstützung ausgestaltet und finanziert werden kann. Gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen wollen wir klären, welche Form der Unterstützung benötigt wird.

Wir beraten Sie über alle Aspekte der Pflege. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen ergänzende Dienstleistungen, wie z.B. Essen auf Rädern, den Hausnotruf, einen Fußpflegedienst oder Tagespflege.

Unsere Mitarbeiter wissen, welche Leistungen von Pflegekassen, Krankenkassen und Sozialämtern übernommen werden. Sie helfen Ihnen bei der Antragstellung und beraten Sie gerne. Wir unterstützen Sie z.B., sich auf den Besuch des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung vorzubereiten und nehmen auf Wunsch auch an dieser Begutachtung teil.

Unsere Beratung ist kostenlos und steht jedem Menschen zur Verfügung.

  • Beratung zur individuellen Planung der Pflege
  • Beratung über Pflegehilfsmittel
  • Vermittlung von ergänzenden Diensten z.B. Senioren Tagesstätte
  • Unterstützung bei Gutachten des Medizinischen Dienstes
  • Pflegefinanzierungsberatung
  • Gesundheitsberatung

Wir beantworten gerne alle Ihre Fragen, und laden Sie zu einer persönlichen Besichtigung in unsere Einrichtung ein.

Kontakt:

Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V.

Eisvogelweg 24

81827 München

Tel.: 089 / 439 19 56

Fax: 089 / 439 41 90

E-Mail: sozialstation.tabea@t-online.de

Impressum

Sozialstation Tabea Seniorenhilfswerk e.V.

Eisvogelweg 24

81827 München

Geschäftsführung: Frau Alice Wolf

Kontakt und Organisation:
089 / 439 19 56

www.sozialstation-tabea.de

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